{"id":10,"date":"2018-06-28T12:46:07","date_gmt":"2018-06-28T10:46:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.deco-international.com\/?page_id=10"},"modified":"2024-02-10T18:04:54","modified_gmt":"2024-02-10T17:04:54","slug":"tauchmedizin","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.deco-international.com\/?page_id=10","title":{"rendered":"Tauchmedizin"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-10\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-10-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-10-0-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-10-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n\t<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Tauchmedizin<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Rote Meer ist sicher eines der sch\u00f6nsten Tauchreviere der Welt. Um dieses Naturwunder bei einem erholsamen Urlaub entsprechend genie\u00dfen zu k\u00f6nnen, stehen dem Taucher die ausgezeichneten Hotelanlagen von El Gouna, Safaga, El Quesir, Marsa Alam, Hamata und Dahab zur Verf\u00fcgung. Damit dieser Genu\u00df auch mit gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Sicherheit geschieht, steht Tauchern D.E.C.O. International El Gouna, mit Rat und Tat zur Seite.<\/p>\n<p><b>Neben der taucher\u00e4rztlichen Versorgung im Schadensfall betrachtet das Team von DECO International auch die Vorbeugung als seine Aufgabe. Dazu geh\u00f6rt die Information \u00fcber tauchmedizinische Themen:<\/b><\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-10-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-10-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-10-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-accordion panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-accordion so-widget-sow-accordion-default-c2fa277aef8b-10\"\n\t\t\t\n\t\t><div>\n\t<div class=\"sow-accordion\">\n\t\t\t<div class=\"sow-accordion-panel\n\t\t\t\t\"\n\t\t\tdata-anchor-id=\"gehoergangsentzuendung\">\n\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-panel-header-container\" role=\"heading\" aria-level=\"2\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-panel-header\" tabindex=\"0\" role=\"button\" id=\"accordion-label-geh%c3%b6rgangsentz%c3%bcndung\" aria-controls=\"accordion-content-geh%c3%b6rgangsentz%c3%bcndung\" aria-expanded=\"false\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-title sow-accordion-title-icon-left\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tGeh\u00f6rgangsentz\u00fcndung\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-open-close-button\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-open-button\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"sow-icon-ionicons\" data-sow-icon=\"&#xf218;\"\n\t\t \n\t\taria-hidden=\"true\"><\/span>\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-close-button\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"sow-icon-ionicons\" data-sow-icon=\"&#xf209;\"\n\t\t \n\t\taria-hidden=\"true\"><\/span>\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<div\n\t\t\t\tclass=\"sow-accordion-panel-content\"\n\t\t\t\trole=\"region\"\n\t\t\t\taria-labelledby=\"accordion-label-geh%c3%b6rgangsentz%c3%bcndung\"\n\t\t\t\tid=\"accordion-content-geh%c3%b6rgangsentz%c3%bcndung\"\n\t\t\t\tstyle=\"display: none;\"\t\t\t>\n\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-panel-border\">\n\t\t\t\t\t<div id=\"panel-65-0-0-2\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-last-child\" data-index=\"2\">\n<div class=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\">\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n<h2>Geh\u00f6rgangsentz\u00fcndung<\/h2>\n<p>Geh\u00f6rgangsentz\u00fcndungen sind bei Tauchern im Roten Meer vergleichsweise selten ein Problem, dennoch sollte jeder Taucher etwas \u00fcber dieses Thema wissen, damit ein Tauchurlaub nicht ein vorzeitiges und schmerzhaftes Ende nimmt. Die wichtigste Ma\u00dfnahme zur Vorbeugung ist das regelm\u00e4\u00dfige Aussp\u00fclen der Ohren nach den Tauchg\u00e4ngen mit klarem, sauberen Wasser. Hierzu sollte das gleiche Wasser verwendet werden, welches auch zum Trinken genutzt wird, und nicht das Wasser aus dem Hahn. Die Verwendung der verschiedenen \"Taucherohren - tropfen\", die nach unterschiedlichen Mixturen gebraut werden, ist nicht unumstritten, da ein Teil der m\u00f6glichen Inhaltsstoffe selbst einen reizenden Effekt auf die Geh\u00f6rgangshaut aus\u00fcbt. Hier ist vor allem der Alkohol zu nennen, der zur Desinfektion beigemischt wird, der aber die Geh\u00f6rgangshaut sowohl reizt, als sie auch entfettet und austrocknet und damit empfindlicher macht. Wichtiger ist Eisessig als Bestandteil, der ebenfalls desinfizierend wirkt, aber weder reizt, noch austrocknet, sondern das normalerweise leicht saure Milieu des Geh\u00f6rgangs unterst\u00fctzt und erh\u00e4lt. Doch \u00fcber die \"richtige\" Mischung streiten die Experten. Besonders wichtig ist jedoch auch die Pflege des Geh\u00f6rgangs nach dieser Behandlung. Daf\u00fcr ist z.B. ein Tropfen Oliven\u00f6l (aus der Apotheke) in jeden Geh\u00f6rgang getropft, gut geeignet. Erprobte Mischungen solcher Tropfen sind zum Beispiel:<\/p>\n<p>die aus dem Lehrbuch von Ehm bekannten Mischungen zu erw\u00e4hnen (Ac. Acet. Glac. 5,0; Aqua dest. 10,0; Isopropylalkohol (95%) 85,0; bzw. Ac. Acetic.2,0; Alumin. Acetic 2% ad 20,0), der Vorschlag des Taucher- und HNO-Arztes B\u00f6hm: Bors\u00e4ure 0,66; Glycerol 6,6, Ethanol 90% ad 20,0. Mischung nach Branse-Passek und Muth: Acid Acet glac mind 99 0,5, Aqua purif 2,5; Alcohol Isopropylicus ad 50.<\/p>\n<p>Es sei jedoch nochmals betont, da\u00df neben der Desinfektion die Pflege wichtig ist!<\/p>\n<p>So viel zur Vorbeugung. Was ist aber zu tun, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist?<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst: Ohrentropfen, die nichts weiter enthalten, als einen schmerzstillenden Wirkstoff, wie z.B. Otalgan, sind f\u00fcr die Behandlung einer Geh\u00f6rgangsentz\u00fcndung ungeeignet - auch, wenn f\u00fcr den Betroffenen zun\u00e4chst der Schmerz im Vordergrund steht. Eine Behandlung der Ursache geschieht nicht. Geh\u00f6rgangsentz\u00fcndungen sind n\u00e4mlich h\u00e4ufig durch Bakterien verursacht, daher m\u00fcssen Therapeutika auch einen antibiotisch wirksamen Bestandteil enthalten. Au\u00dferdem f\u00fchren sie in der Regel zu starken Schmerzen, daher ist ein schmerzstillender Bestandteil notwendig. Und sie f\u00fchren zu einer entz\u00fcndungsbedingten Schwellung der Geh\u00f6rgangshaut, so da\u00df eine entz\u00fcndungshemmende, abschwellend wirkende Komponente Sinn macht. Diese Forderungen wird zum Beispiel von dem Pr\u00e4parat Panotile Ohrentropfen erf\u00fcllt, welches sich beim Einsatz gegen die Geh\u00f6rgangsentz\u00fcndung gut bew\u00e4hrt hat. Eine bei bakterieller Infektion sehr wirksame und empfehlenswerte Alternative stellen Tropfen dar, die das Antibiotikum Ofloxacin enthalten. Taucher sind daher gut beraten, Floxal - Augentropfen im Reisegep\u00e4ck zu haben - wohlgemerkt: gegen Ohrentz\u00fcndungen und zum Tr\u00e4ufeln in den Geh\u00f6rgang! Am wirksamsten w\u00e4re die Einbringung von antibiotikahaltigen Salbenstreifen, was aber nur von einem HNO-Arzt durchgef\u00fchrt werden kann. Bei sehr schweren Verl\u00e4ufen mit Fieber m\u00fcssen auch Antibiotika-Tabletten eingenommen werden. Seltener ist die Pilzinfektion des Geh\u00f6rgangs. In einem solchen Fall spricht die Erkrankung jedoch nicht auf die oben genannten Therapiema\u00dfnahmen an, sondern kann sich im Gegenteil dadurch sogar verschlimmern. Bei Pilzinfektionen empfiehlt sich die Behandlung mit sog. Antimykotika (z.B. Canesten, Moronal). Zur Vorbeugung von Pilzinfektionen ist es besonders wichtig, da\u00df neben der vorbeugenden Desinfektion auch eine r\u00fcckfettende Pflege vorgenommen wird. Zu guter Letzt: nicht immer ist das, was sich wie eine Geh\u00f6rgangsentz\u00fcndung bemerkbar macht, auch tats\u00e4chlich eine solche. Vor allem beim Non-Limit-Tauchen mit mehreren Tauchg\u00e4ngen pro Tag kann es zu einer einseitigen \u00dcberlastung der Kiefergelenke kommen, mit ganz \u00e4hnlicher Schmerzcharakteristik wie bei der Geh\u00f6rgangsentz\u00fcndung. Daher empfiehlt es sich bei den Tauchg\u00e4ngen h\u00e4ufiger mal die Seite zu wechseln, von der die zweite Stufe kommt, also abwechselnd den Lungenautomaten oder den Oktopus zu benutzen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"sow-accordion-panel\n\t\t\t\t\"\n\t\t\tdata-anchor-id=\"genussmittel-rauschgifte-beim-tauchen\">\n\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-panel-header-container\" role=\"heading\" aria-level=\"2\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-panel-header\" tabindex=\"0\" role=\"button\" id=\"accordion-label-genu%c3%9fmittelrauschgifte-beim-tauchen\" aria-controls=\"accordion-content-genu%c3%9fmittelrauschgifte-beim-tauchen\" aria-expanded=\"false\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-title sow-accordion-title-icon-left\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tGenu\u00dfmittel\/Rauschgifte beim Tauchen\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-open-close-button\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-open-button\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"sow-icon-ionicons\" data-sow-icon=\"&#xf218;\"\n\t\t \n\t\taria-hidden=\"true\"><\/span>\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-close-button\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"sow-icon-ionicons\" data-sow-icon=\"&#xf209;\"\n\t\t \n\t\taria-hidden=\"true\"><\/span>\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<div\n\t\t\t\tclass=\"sow-accordion-panel-content\"\n\t\t\t\trole=\"region\"\n\t\t\t\taria-labelledby=\"accordion-label-genu%c3%9fmittelrauschgifte-beim-tauchen\"\n\t\t\t\tid=\"accordion-content-genu%c3%9fmittelrauschgifte-beim-tauchen\"\n\t\t\t\tstyle=\"display: none;\"\t\t\t>\n\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-panel-border\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"entry-content\">\n<div id=\"pl-62\" class=\"panel-layout\">\n<div id=\"pg-62-0\" class=\"panel-grid panel-no-style\">\n<div id=\"pgc-62-0-0\" class=\"panel-grid-cell\">\n<div id=\"panel-62-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child\" data-index=\"0\">\n<div class=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\">\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n<h2>Genu\u00dfmittel\/Rauschgifte beim Tauchen<\/h2>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"panel-62-0-0-2\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-last-child\" data-index=\"2\">\n<div class=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\">\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n<p>Die meisten Medikamente der Reiseapotheke k\u00f6nnen sich beim Tauchen durchaus negativ auswirken. Aber auch selbstverst\u00e4ndliche Dinge des t\u00e4glichen Lebens k\u00f6nnen das Wohlbefinden und die Sicherheit beim Tauchen ung\u00fcnstig beeinflussen. Die Tasse Kaffee zum Fr\u00fchst\u00fcck vor der Ausfahrt, die Zigarette f\u00fcr \"Freiheit und Abenteuer\", das Bier beim Taucherschnack am Abend an der Hotelbar, all das hat einen Einflu\u00df beim Tauchen. Nicht von ungef\u00e4hr wird in der Arzneimittellehre von Teedrogen und Genu\u00dfgiften gesprochen, wenn von den folgenden Stoffen die Rede ist.<\/p>\n<p><b>Kaffee und Tee:<\/b><\/p>\n<p>Wesentlicher Inhaltsstoff sowohl von Kaffe, als auch von Tee (und geringer auch von Cola-Getr\u00e4nken) ist das Coffein. Coffein wirkt erregend auf das zentrale Nervensystem, weshalb Kaffee und Tee auch als morgendlicher Muntermacher so gesch\u00e4tzt werden. Weitere Wirkungen sind jedoch eine Beschleunigung der Herzt\u00e4tigkeit, Weitstellung der Bronchien und Blutgef\u00e4\u00dfe sowie die Anregung der Urinproduktion durch die Nieren. Der Effekt auf das Herz hat lediglich einen leicht vermehrten Luftverbrauch zur Folge. Die Erweiterung der Bronchien ist im Zusammenhang mit Tauchen grunds\u00e4tzlich sogar positiv. Im Gegensatz dazu f\u00fchrt die Gef\u00e4\u00dfweitstellung zu einem verst\u00e4rkten W\u00e4rmeverlust und damit zu einer fr\u00fcheren Ausk\u00fchlung. Der Effekt auf die Niere addiert sich noch zu der ohnehin durch das Tauchen hervorgerufenen vermehrten Urinproduktion und f\u00fchrt so zu einem deutlichen Fl\u00fcssigkeitsverlust beim Tauchen. Dieser Umstand erh\u00f6ht die Gefahr, einen Deko-Unfall zu erleiden. Vor allem auch Taucher mit Trockentauchanzug sollten den Effekt des Coffeins auf die Nieren bedenken, wenn sie wirklich wert auf trockenes Tauchen legen, denn ein Wassereinbruch mu\u00df nicht immer von au\u00dfen kommen. Es gilt daher die Empfehlung, Kaffee und Tee erst nach dem Tauchgang zu trinken.<\/p>\n<p><b>Tabak:<\/b><\/p>\n<p>Tabakrauch enth\u00e4lt eine Vielzahl unterschiedlichster Substanzen, von denen eine ganze Reihe bekannterma\u00dfen gesundheitssch\u00e4dliche Wirkungen haben. Es sollen jedoch nur die Wirkungen Erw\u00e4hnung finden, die unmittelbar mit dem Tauchen in Verbindung stehen. Das Inhalieren des Rauchs f\u00fchrt zu einer chronischen Reizung der Atemwege und zu einer Engstellung der Bronchien. Zus\u00e4tzlich kommt es \u00fcber das im Rauch enthaltene Nikotin zu einer vermehrten Schleimproduktion. \u00dcber diesen Mechanismus steigt die Gefahr, da\u00df Luft in einzelnen Abschnitten der Lunge bei der Ausatmung am Entweichen gehindert wird. Durch dieses sogenannte \"Air-Trapping\" kann es beim Auftauchen zu einer Lungen\u00fcberbl\u00e4hung und damit zu einem Lungenri\u00df kommen. Die gleichzeitig hervorgerufenen Engstellung der Blutgef\u00e4\u00dfe hat einen negativen Einflu\u00df auf die Durchblutung der K\u00f6rpergewebe und damit auf eine normale Stickstoffaufnahme und -abgabe, was zu Problemen bei der Dekompression f\u00fchren kann. Zu den im Tabakrauch u.a. enthaltenen Substanzen z\u00e4hlt ferner zu einem nicht unerheblichen Teil Kohlenmonoxid. Dieses Kohlenmonoxid bindet sich zum Teil am roten Blutfarbstoff, so da\u00df ein Teil der roten Blutk\u00f6rperchen nicht mehr f\u00fcr den Sauerstofftransport zur Verf\u00fcgung stehen. Ein erh\u00f6hter Luftverbrauch und eine geringere Leistungsf\u00e4higkeit sind die Folge. Obwohl Rauchen und Tauchen sich nicht gut vertragen, ist Rauchen unter Tauchern weit verbreitet. Es gilt auch hier die Empfehlung, da\u00df, wenn es ohne Rauch nicht geht, wenigstens erst nach dem Tauchen zur Zigarette gegriffen werden sollte.<\/p>\n<p><b>Alkohol: <\/b><\/p>\n<p>Die grunds\u00e4tzlichen Effekte von Alkohol d\u00fcrften den meisten Lesern wohl aus heroischen Selbstversuchen bekannt sein. Weniger bekannt ist jedoch, da\u00df bei einem hohen Prozentsatz der Ertrinkungsf\u00e4lle von m\u00e4nnlichen Erwachsenen Alkohol eine Rolle gespielt hat. Schon ein relativ geringer Blutalkoholgehalt f\u00fchrt zu einer eingeschr\u00e4nkten intellektuellen Leistungsf\u00e4higkeit und einer deutlichen Verst\u00e4rkung des Tiefenrausches. Die Tiefenrauschgrenze verschiebt sich, so da\u00df schon in wesentlich geringeren Tiefen als in den Lehrb\u00fcchern angegeben mit einem Auftreten gerchnet werden mu\u00df. Dies gilt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr Restalkohol vom Vorabend! Dar\u00fcber hinaus f\u00fchrt Alkohol zu einer Gef\u00e4\u00dfweitstellung und damit zu einer vermehrten W\u00e4rmeabgabe und Ausk\u00fchlung. Im Rahmen von Bootsausfahrten sollte bedacht werden, da\u00df Alkohol das Auftreten von \u00dcbelkeit beg\u00fcnstigt. Au\u00dferdem hat auch Alkohol eine anregende Wirkung auf die Urinproduktion und kann so zu einem relativen Fl\u00fcssigkeitsmangel f\u00fchren. Besonders ausgepr\u00e4gt ist dieser Effekt nach einem feucht-fr\u00f6hlichen Abend und einem kr\u00e4ftigen Kaffee am Morgen danach, da sich die Effekte von Koffein und Alkohol auf die Niere nicht einfach addieren, sondern multiplizieren. Es spricht nichts gegen ein \u2018Absacker-Bier\u2019 beim Apres-diving abends an der Taucherbar. \u00dcberm\u00e4\u00dfiger Alkoholgenu\u00df sollte beim Tauchen jedoch vermieden und w\u00e4hrend des Tauchtages sollte auf Alkohol v\u00f6llig verzichtet werden. Es sollte daher gelten:\u2019 Don\u2019t drink and dive!\u2019<\/p>\n<p>Bisher war nur von Genu\u00dfmitteln die Rede, die legal, gesellschaftlich akzeptiert und allgemein verbreitet sind. Doch auch die Rauschgifte sollen Erw\u00e4hnung finden, da (zumindest in der Statistik) ca. 30 % der Altersgruppe zwischen 16 und 35 Jahren Erfahrungen mit einer oder mehrerer der folgenden Substanzen hat.<\/p>\n<p><b>Cannabis:<\/b><\/p>\n<p>Hierunter z\u00e4hlen Marihuana und Haschisch, die bekanntlich in unterschiedlichen Zubereitungen konsumiert werden k\u00f6nnen. Eine m\u00f6gliche Einnahmeform ist das Rauchen, bei dem es wie beim Tabakrauch zu den dort beschriebenen Ver\u00e4nderungen im Bereich der Bronchien kommen kann. Der Genu\u00df von Cannabis f\u00fchrt zu einer ver\u00e4nderten Wahrnehmung, so da\u00df es zu Halluzinationen und Trugbildern kommen kann, die sich beim Tauchen katastrophal auswirken k\u00f6nnen. Weitere Effekte sind u.a. Euphorie und Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung, aber auch akute Angstzust\u00e4nde. Diese Wirkung von Cannabis kann \u00fcber mehrere Stunden anhalten. Die Tiefenrauschgefahr ist schon bei geringeren Tiefen deutlich gesteigert. Zu den Wirkungen auf das zentrale Nervensystem kommen physiologische Ver\u00e4nderungen, die sich negativ auf das Tauchen auswirken. So ist der Sauerstoffverbrauch des K\u00f6rpers gesteigert, was zu einem erh\u00f6hten Luftverbrauch f\u00fchrt. Au\u00dferdem kommt es zu einem verst\u00e4rkten W\u00e4rmeverlust bei gleichzeitig verz\u00f6gert einsetzendem Muskelzittern, so da\u00df eine Unterk\u00fchlung beim Tauchen droht. Besonders zu erw\u00e4hnen ist, da\u00df auch einige Zeit nach der letzten Einnahme noch sogenannte Flashbacks auftreten k\u00f6nnen, die beim Tauchen durch pl\u00f6tzlich auftretende psychotische Ver\u00e4nderungen gef\u00e4hrlich werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Aufputschmittel (Amphetamine, \u2018Speed\u2019) haben eine psychostimulierende und euphorisierende Wirkung. Hochgef\u00fchl, Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung, Unterdr\u00fcckung von Schmerz, Ersch\u00f6pfung und M\u00fcdigkeit m\u00f6gen bei einer Raver-Party willkommene Effekte sein, beim Tauchen f\u00fchren sie zu einer massiven Gef\u00e4hrdung des Tauchers und seiner Partner. Auch hier ist wieder eine deutlich erh\u00f6hte Tiefenrauschgefahr gegeben, ebenso wie der Verlust der F\u00e4higkeit, kritische Entscheidungen zu treffen. Weitere m\u00f6gliche Wirkungen sind Schlaflosigkeit und \u00dcberm\u00fcdung, innere Unruhe und Angstzust\u00e4nde. Ein starkes Schlafdefizit erh\u00f6ht die Gefahr eines durch hohe Sauerstoffteildr\u00fccke verursachten Krampfanfalls, was vor allem TeK-Diver beachten sollten. Au\u00dferdem ist im Zusammenhang mit der Einnahme von diesen Substanzen und k\u00f6rperlicher Anstrengung von pl\u00f6tzlichen Todesf\u00e4llen berichtet worden.<\/p>\n<p>Beruhigungsmittel, sogenannte Tranquillizer (\u2018Downs\u2019) f\u00fchren dagegen zu Schl\u00e4frigkeit, Benommenheit und Apathie. Da zus\u00e4tzlich eine relative Muskelschw\u00e4che auftreten kann und ebenfalls die Gefahr der Stickstoffnarkose erh\u00f6ht ist, mu\u00df auch hier vom Tauchen dringend abgeraten werden. Erw\u00e4hnenswert ist noch die lange Verweildauer im K\u00f6rper bei einigen dieser Pr\u00e4parate. Wer also die Folgen einer Zeitverschiebung mit Schlafmitteln in den Griff zu bekommen versucht, der sollte wissen, da\u00df die meisten Medikamente dieser Art ebenfalls in diese Substanzklasse einzuordnen sind und da\u00df diese Medikamente eine lange Restwirkung haben.<\/p>\n<p>So manches nimmt beim Tauchen also Einflu\u00df, von dem der Taucher gemeinhin nichts ahnt. Das mu\u00df aber nicht dazu f\u00fchren, das Taucher in Aus\u00fcbung ihres Hobbys in absoluter Askese leben und sich aller weltlichen Dinge entsagen. Gelegentlich (siehe Kaffee) reicht es schon, die richtige Reihenfolge einzuhalten oder Ma\u00df zu halten (Alkohol). Es ist wichtig, die Risiken und Nebenwirkungen zu kennen, um sie vermeiden zu k\u00f6nnen. In diesem Artikel sind die sogenannten \u2018harten Drogen\u2019, wie z.B. Heroin nicht erw\u00e4hnt, weil ihre Wirkungen zu einer so starken Beeintr\u00e4chtigung f\u00fchren, da\u00df Tauchen absolut ausgeschlossen sein sollte.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem d\u00fcrfte der Interessenschwerpunkt der meisten Morphinisten nicht unbedingt beim Tauchen liegen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"sow-accordion-panel\n\t\t\t\t\"\n\t\t\tdata-anchor-id=\"die-reiseapotheke\">\n\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-panel-header-container\" role=\"heading\" aria-level=\"2\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-panel-header\" tabindex=\"0\" role=\"button\" id=\"accordion-label-die-reiseapotheke\" aria-controls=\"accordion-content-die-reiseapotheke\" aria-expanded=\"false\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-title sow-accordion-title-icon-left\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tDie Reiseapotheke\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-open-close-button\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-open-button\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"sow-icon-ionicons\" data-sow-icon=\"&#xf218;\"\n\t\t \n\t\taria-hidden=\"true\"><\/span>\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-close-button\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"sow-icon-ionicons\" data-sow-icon=\"&#xf209;\"\n\t\t \n\t\taria-hidden=\"true\"><\/span>\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<div\n\t\t\t\tclass=\"sow-accordion-panel-content\"\n\t\t\t\trole=\"region\"\n\t\t\t\taria-labelledby=\"accordion-label-die-reiseapotheke\"\n\t\t\t\tid=\"accordion-content-die-reiseapotheke\"\n\t\t\t\tstyle=\"display: none;\"\t\t\t>\n\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-panel-border\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"entry-content\">\n<div id=\"pl-59\" class=\"panel-layout\">\n<div id=\"pg-59-0\" class=\"panel-grid panel-no-style\">\n<div id=\"pgc-59-0-0\" class=\"panel-grid-cell\">\n<div id=\"panel-59-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child\" data-index=\"0\">\n<div class=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\">\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n<h2>Die Reiseapotheke<\/h2>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"panel-59-0-0-2\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-last-child\" data-index=\"2\">\n<div class=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\">\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n<p>Beim Packen der Koffer f\u00fcr den Tauchurlaub stellt sich immer wieder aufs neue die Frage, ob an alles gedacht wurde. W\u00e4hrend f\u00fcr die Tauchausr\u00fcstung und die Urlaubsklamotten klare Vorstellungen und h\u00e4ufig auch Check-Listen bestehen, f\u00e4llt die Zusammenstellung einer Reiseapotheke schon weniger leicht. D.E.C.O. El Gouna und die Zeitschrift tauchen m\u00f6chten hier eine kleine Hilfestellung geben und so die Qual der Wahl verringern. Einige der im Artikel empfohlenen Medikamente sind rezeptpflichtig. Zwar darf der Hausarzt diese Medikamente f\u00fcr den Zweck des Urlaubs nicht \u00fcber ein Kassenrezept verschreiben, wohl aber auf einem Privatrezept, mit dem die Medikamente in der Apotheke gekauft werden k\u00f6nnen. Au\u00dferdem empfiehlt es sich, bei den hier angegebenen Medikamenten nach billigeren \u2018Kopien\u2019 zu fragen, die den selben Wirkstoff enthalten.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst mu\u00df jedoch gesagt werden, da\u00df es \u2018die\u2019 Reiseapotheke nicht geben kann, denn ein Tauchurlaub an der Ostsee erfordert sicher weniger an mitgenommenen Medikamenten, als ein Tauchurlaub in \u00c4gypten. Au\u00dferdem sei darauf hingewiesen, da\u00df wichtiger noch, als die Reiseapotheke selbst, die Vorbereitung der Reise ist. Dazu geh\u00f6rt z.B., da\u00df Reisende in tropische Gegenden rechtzeitig vor Antritt der Reise Informationen \u00fcber Impfempfehlungen und Malariaprophylaxe einholen. Auch ein Blick in den Impfpa\u00df kann nicht schaden, um nachzuschauen, ob Auffrischimpfungen notwendig sind. Soll die Reise mit Kindern unternommen werden, empfiehlt es sich zudem, Urlaubsziele mit erh\u00f6htem Malariarisiko und dem damit verbundenen Zwang der entsprechenden Prophylaxe zu meiden.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem sei daran erinnert, da\u00df Vorbeugen allemal besser ist, als Heilen. H\u00e4ufige Probleme im Urlaub sind bei allen Reisenden Darminfektionen und daraus resultierende Durchfallerkrankungen, verursacht durch klimatische Ver\u00e4nderungen, unsaubere Lebensmittel, Bakterien und Viren. Laut Statistiken der Weltgesundheitsorganisation WHO haben in tropischen Gebieten 50% der Touristen ein Gesundheitsproblem, wobei es sich in ca. 70% der F\u00e4lle um Magen-Darmerkrankungen handelt. Durchfallerkrankungen f\u00fchren zu ausgepr\u00e4gten Fl\u00fcssigkeitsverlusten, die, besonders bei Kindern (!), rasch problematisch werden k\u00f6nnen. Die Ma\u00dfnahmen bei solchen Durchfallerkrankungen sind daher in erster Linie ein Ausgleich des Fl\u00fcssigkeits- und Salzverlustes nach dem folgenden Schema:<\/p>\n<p>2 E\u00dfl\u00f6ffel Traubenzucker oder ersatzweise normaler Zucker, 1 Teel\u00f6ffel Kochsalz, \u00bd Teel\u00f6ffel Natron (Natriumbicarbonat), gel\u00f6st in 1 Liter abgekochtem Wasser.<\/p>\n<p>Alternativ kann zur Not die Therapie auch mit Cola und Salzstangen durchgef\u00fchrt werden. Taucher seien daran erinnert, da\u00df der Verlust von Fl\u00fcssigkeit zus\u00e4tzlich die Gefahr erh\u00f6ht, einen Dekompressionsunfall zu erleiden. Wichtig ist jedoch die Vorbeugung. Hier gilt die Regel: Egal, was Du essen willst: koche es, brate es, sch\u00e4le es oder vergi\u00df es!<\/p>\n<p>Neben Durchfallerkrankungen ist das h\u00e4ufigste Problem von Tauchern die Geh\u00f6rgangsentz\u00fcndung. Auch hier sind vorbeugende Ma\u00dfnahmen m\u00f6glich. Die wichtigste Ma\u00dfnahme ist das regelm\u00e4\u00dfige Aussp\u00fclen der Ohren nach den Tauchg\u00e4ngen mit klarem, sauberem Wasser. Hierzu sollte das gleiche Wasser verwendet werden, welches auch zum Trinken genutzt wird, und nicht das Wasser aus dem Hahn. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen sogenannte Taucherohrentropfen gute Dienste leisten, die man sich in der Apotheke mischen lassen kann.<\/p>\n<p>(Eine m\u00f6gliche und bew\u00e4hrte Mischung ist z.B.: Acid Acet glac mind 99 0,5, Aqua purif 2,5; Alcohol Isopropylicus ad 50.) Wichtig ist jedoch auch die Pflege des Geh\u00f6rgangs nach dieser Behandlung. Daf\u00fcr ist z.B. ein Tropfen Oliven\u00f6l (aus der Apotheke) in jeden Geh\u00f6rgang getropft, gut geeignet.<\/p>\n<p>Doch nun zur eigentlichen Reiseapotheke, und da sollte zun\u00e4chst an das einfachste gedacht werden:<b> Pflaster und Verbandmaterial.<\/b> Kleinere Ri\u00df- und Sch\u00fcrfwunden sind relativ h\u00e4ufig (vor allem auch beim Reisen mit Kindern), aber nur dann leicht zu versorgen, wenn entsprechendes Material vorhanden ist. Dazu geh\u00f6rt auch eine elastische Binde und Desinfektionsl\u00f6sung. Recht gut bew\u00e4hrt hat sich hier z.B. das Mittel Mercuchrom\u00ae, welches durch seine auff\u00e4llige orange F\u00e4rbung noch den Nebeneffekt hat, da\u00df man abends an der Taucherbar auch entsprechend bedauert wird. Zum Auftragen der L\u00f6sung sind Wattest\u00e4bchen sehr gut geeignet und geh\u00f6ren daher ebenfalls ins Gep\u00e4ck (aber nicht f\u00fcr die Ohren!!).<\/p>\n<p>Ebenfalls sehr h\u00e4ufig sind Sonnenbrand und Insektenstiche. Beides ist sehr gut dazu geeignet, die sch\u00f6nsten Wochen des Jahres zu verderben. Antiallergisch wirkende Salben und Gels k\u00f6nnen hier dazu beitragen, die Pein ertr\u00e4glich werden zu lassen. Gut geeignet sind z.B. die folgenden Pr\u00e4parate: Fenistil\u00aeGel, Soventol\u00ae, Systral\u00aeGel oder Tavegil\u00aeGel. Diese Pr\u00e4parate helfen im \u00dcbrigen auch bei leichteren Nesselverletzungen durch Meeresbewohner.<\/p>\n<p>Die Anwendung von oralen Antiallergika und Antihistaminika, also Tabletten gegen allergische Symptome (z.B. Sonnenallergie) ist f\u00fcr Taucher hingegen nicht empfehlenswert, da die Sicherheit beim Tauchen durch diese Medikamente beeintr\u00e4chtigt wird.<\/p>\n<p><b>Magen-Darmerkrankungen sind bereits angesprochen worden. Zur Linderung solcher Beschwerden sollte gegen \u00dcbelkeit und Erbrechen z.B. das Medikament Paspertin\u00ae, oder Vomex A\u00ae in keiner Reiseapotheke fehlen. Auch hier sei jedoch darauf hingewiesen, da\u00df durch die spezifischen Nebenwirkungen die Sicherheit beim Tauchen beeintr\u00e4chtigt sein kann. Besonders Paspertin ist f\u00fcr die Behandlung der Reise- oder Seekrankheit nicht geeignet. Urlauber, die hier Probleme haben, sollten entsprechende Medikament f\u00fcr die Reiseapotheke nicht vergessen. Doch auch f\u00fcr diese Arzneimittel gilt, da\u00df die m\u00f6glichen Nebenwirkungen das Tauchen stark negativ beeinflussen k\u00f6nnen. Es sei daher angeraten, die individuelle Wirkung des Medikamentes vor Antritt der Reise zu Hause zu testen. Medikamente mit guter Wirksamkeit sind z.B. Peremesin\u00ae, Scopoderm TTS\u00aePflaster oder Bonamine\u00ae (identisch mit Peremesin).<\/b> Kommt es trotz aller Vorsicht doch zu <b>Durchfallerkrankungen<\/b>, so leistet Imodium\u00ae gute Dienste. Hier sollten jedoch Tropfen gew\u00e4hlt werden, weil der \u2018Durchmarsch\u2019 manchmal schneller sein kann, als die Aufl\u00f6sung der Kapsel. Taucher m\u00fcssen au\u00dferdem mit dem Auftreten von Kopfschmerzen, Schwindel und M\u00fcdigkeit rechnet, so da\u00df das Tauchen beeintr\u00e4chtigt sein kann.<\/p>\n<p>Keinesfalls d\u00fcrfen leichte <b>Schmerzmedikamente<\/b> fehlen. Hier kommen sowohl Aspirin\u00ae, als auch Ben-U-Ron\u00ae in Frage. Beide Medikamente wirken sowohl gegen leichtere Schmerzen, als auch fiebersenkend. Bei Aspirin ist jedoch zu beachten, da\u00df gelegentlich der Magen empfindlich auf die Einnahme reagiert und da\u00df die Gerinnungsf\u00e4higkeit des Blutes beeintr\u00e4chtigt ist. Diese Nebenwirkung ist im Hinblick auf einen Deko-Unfall m\u00f6glicherweise positiv, bei einem Trommelfellbarotrauma jedoch eher ung\u00fcnstig. F\u00fcr Kinder empfiehlt sich eher Ben-U-Ron in entsprechender Dosierung. Obwohl f\u00fcr diesen Zweck Z\u00e4pfchen ideal w\u00e4ren, gibt es besonders in hei\u00dfen L\u00e4ndern durchaus besondere Probleme f\u00fcr Z\u00e4pfchen, die Form zu wahren.<\/p>\n<p>Nachdem die Vorbeugung von Ohrenentz\u00fcndungen schon besprochen wurde, ist nun noch die Reiseapotheke mit Medikamenten zu best\u00fccken, die helfen, falls doch etwas passiert. F\u00fcr die Behandlung der Geh\u00f6rgangsentz\u00fcndung eignen sich vor allem Panotile N\u00ae-<b>Ohrentropfen<\/b> und Floxal\u00d2 -Augentropfen (wohlgemerkt: gegen Ohrentz\u00fcndungen und zum Tr\u00e4ufeln in den Geh\u00f6rgang!!). Bei der Verwendung von Panotile N gilt jedoch in jedem Falle Tauchverbot, weil durch den schmerzstillenden Zusatz der Tropfen Druckprobleme der Ohren m\u00f6glicherweise nicht bemerkt werden.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus geh\u00f6ren auch <b>Nasentropfen<\/b> (z.B. Otriven\u00ae) ins Reisegep\u00e4ck, denn Klimaanlagen etc. k\u00f6nnen rasch zur Erk\u00e4ltung f\u00fchren. Hier ist wiederum zu beachten, da\u00df Nasentropfen f\u00fcr Kinder schw\u00e4cher konzentriert sind und da\u00df die Anwendung von Nasentropfen beim Tauchen nicht unkritisch ist. Ebenso sind <b>Augentropfen<\/b>, z.B. Berberil\u00ae sinnvoll, denn Sonne und Wind k\u00f6nnen zu Bindehautreizungen f\u00fchren.<\/p>\n<p>Zum Schlu\u00df empfiehlt sich f\u00fcr besonders Vorsichtige, aber gewi\u00df f\u00fcr solche Reisende, die in sehr entlegene Gebiete reisen, die Mitnahme eines <b>Breitspektrum-Antbiotikums<\/b> und von <b>sterilen Einmalspritzen und ebensolchen Kan\u00fclen<\/b>, denn in vielen L\u00e4ndern werden Spritzen und Kan\u00fclen mehrfach benutzt und nur gereinigt und sterilisiert. Beim Reisen mit Kindern sollte auch ein <b>Fieberthermometer<\/b> nicht vergessen werden. Au\u00dferdem ist zu beachten, da\u00df, wenn sich unter der Selbstmedikation die Beschwerden nicht bessern, oder gar verschlechtern, ein Arzt aufzusuchen ist.<\/p>\n<p><b>\u00dcbersicht: Die Reiseapotheke:<\/b><\/p>\n<p><b>Wundversorgung:<\/b><\/p>\n<p>Verbandp\u00e4ckchen, Mullbinde,Pflaster<br \/>\nElastische Binde<br \/>\nWunddesinfektionsmittel<\/p>\n<p><b>\u00c4u\u00dferlich anzuwendende Pr\u00e4parate:<\/b><\/p>\n<p>Sonnenschutzmittel<br \/>\nAutan<br \/>\nAntiallergisches Gel oder Salbe gegen Sonnenbrand, Insektenstiche und Nesselungen<br \/>\nVorbeugende \"Taucherohrentropfen\"<br \/>\nevtl. Oliven\u00f6l aus der Apotheke<br \/>\nOhrentropfen (Vorsicht beim Tauchen!)<br \/>\nNasentropfen (Vorsicht beim Tauchen!)<br \/>\nAugentropfen<\/p>\n<p><b>Innerlich anzuwendende Pr\u00e4parate:<\/b><\/p>\n<p>Mittel gegen Magen-Darm-Beschwerden (Vorsicht beim Tauchen!)<br \/>\nMittel gegen Durchfall (Vorsicht beim Tauchen!)<br \/>\nMittel gegen See- und Reisekrankheit (Vorsicht beim Tauchen!)<br \/>\nSchmerz- und Fiebermittel<\/p>\n<p><b>Sonstiges:<\/b><\/p>\n<p>ggf. pers\u00f6nliche Medikament, die regelm\u00e4\u00dfig einzunehmen sind<br \/>\nggf. Malariaprophylaxe<br \/>\nBreitspektrumantibiotikum evtl. sterile Einmalspritzen und Kan\u00fclen Fieberthermometer<\/p>\n<p>Nachdem nun klar ist, was in die Urlaubsapotheke geh\u00f6rt, nun ein paar Hinweise zum Umgang mit Medikamenten beim Tauchen:<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich d\u00fcrfte wohl bei den meisten Tauchern Einigkeit dar\u00fcber bestehen, da\u00df die absoluten Minimalvoraussetzungen f\u00fcr einen Tauchgang a) ein hinreichend tiefes Gew\u00e4sser, b) eine gef\u00fcllte Pre\u00dfluftflasche mit Lungenautomat und c) ein gesunder Taucher sind. Aus diesem Grunde k\u00f6nnte dieser Artikel durch ein Zitat aus der Taucherdienstvorschrift der U.S. Navy beendet werden, welches sagt: \u2018no drugs in diving\u2019, oder auf deutsch: beim Tauchen keine Medikamente! Ganz so einfach ist es jedoch nicht, denn mag diese Regel f\u00fcr die meisten Taucher auch beim Tauchen in heimischen Gew\u00e4ssern einsichtig und leicht einzuhalten sein, so \u00e4ndert sich das schlagartig im lang ersehnten Tauchurlaub. Wenn die meist reichhaltige und gut best\u00fcckte Reiseapotheke zum Einsatz kommt, weil z.B. mitteleurop\u00e4ischer Darm und \u00e4gyptische K\u00fcche nicht v\u00f6llig miteinander harmonieren, wird wohl nur in besonders hoffnungslosen F\u00e4llen auf das Tauchen verzichtet. Im folgenden sollen daher die Medikamente betrachtet werden, die sich am h\u00e4ufigsten in der Reiseapotheke finden und die mit einer gewissen Regelm\u00e4\u00dfigkeit von Tauchurlaubern genommen werden. Es soll gezeigt werden, inwieweit es durch die Einnahme dieser Medikamente im Zusammenhang mit Tauchen zu einer Beeintr\u00e4chtigung oder Gef\u00e4hrdung des Tauchers kommen kann.<\/p>\n<p>Ganz allgemein kann jedoch gesagt werden, da\u00df die Kombination aus Medikamenteneinnahme und Tauchen im Einzelfall zu unvorhersehbaren Effekten f\u00fchren kann. Daher sind alle jene Medikamente, bei denen der Beipackzettel davor warnt, da\u00df das F\u00fchren von Maschinen und Fahrzeugen eingeschr\u00e4nkt sei, auch f\u00fcr die Einnahme im Zusammenhang mit Tauchen eher ungeeignet. In jedem Fall sind Taucher gut beraten, Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten zun\u00e4chst \u2018trocken\u2019, d.h. ohne dabei zu Tauchen, auszuprobieren, um von Ihnen nicht unter Wasser unliebsam \u00fcberrascht zu werden.<\/p>\n<p>Zu den beliebtesten Medikamenten bei Tauchern z\u00e4hlen sicher schleimhautabschwellende Mittel, wie z.B. Nasentropfen, oder entsprechende Medikamente zum Einnehmen. Grund der Einnahme sind h\u00e4ufig Probleme im Bereich der Schleimh\u00e4ute des Kopfes und dadurch Schwierigkeiten beim Druckausgleich. Der Wirkmechanismus aller dieser Medikamente ist gleich: die Abschwellung der Schleimh\u00e4ute wird durch eine Engstellung der versorgenden Gef\u00e4\u00dfe und damit durch eine gedrosselte Blutzufuhr erreicht. Unterschiede gibt es am Angriffsort: w\u00e4hrend die meisten Nasentropfen und -sprays direkt vor Ort die Gef\u00e4\u00dfe beeinflussen, wirken die Tabletten und Kapseln an Regelstellen im zentralen Nervensystem. Beides kann beim Tauchen unliebsame Folgen haben. So kann die Wirkdauer der Tropfen, Sprays und Salben durch die besonderen Verh\u00e4ltnisse beim Tauchen unvorhersehbar verk\u00fcrzt sein. Nach Abklingen der Wirkung der Medikamente kommt es zu einer verst\u00e4rkten Durchblutung und dadurch wieder zu einem st\u00e4rkeren Anschwellen der Schleimh\u00e4ute. Dies kann dem Taucher beim Versuch aufzutauchen massive Beschwerden bereiten.<\/p>\n<p>Die zentral wirkenden Medikamente wirken meist nicht nur auf die Gef\u00e4\u00dfregulation. Die daf\u00fcr zust\u00e4ndigen Schaltstellen haben h\u00e4ufig weitere Funktionen, die durch diese Medikamente beeinflu\u00dft werden. So kann es durch diese Medikamente u.a. zu Herzklopfen, Herzrasen, innere Unruhe und Benommenheit kommen. Technical Diver, die mit Nitrox - und Sauerstoffkreislaufger\u00e4ten tauchen, sollten zudem wissen, da\u00df durch diese Medikamente die krampfausl\u00f6sende Schwelle von Sauerstoff gesenkt wird. Es besteht daher die Gefahr, da\u00df ein Sauerstoffkrampf bereits fr\u00fcher auftreten kann!<\/p>\n<p>Fast ebenso beliebt sind Ohrentropfen, denn Ohrprobleme sind vielen Tauchern im Urlaub nicht unbekannt. Gemeint sind hier allerdings nicht jene sogenannten \"Taucher-Ohrentropfen\", die nach unterschiedlichen Rezepturen gemischt werden und der Vorbeugung einer Geh\u00f6rgangsentz\u00fcndung dienen sollen, sondern jene Medikamente, die eigentlich der Behandlung dienen. Diese Tropfen k\u00f6nnen aus einem einzigen Wirkstoff, oder aus einem Gemisch verschiedener Substanzen bestehen. Bei Einzelwirkstoffen besteht dieser fast immer aus einem Medikament zur \u00f6rtlichen Bet\u00e4ubung, weil das bestehende Ohrenschmerzen lindern soll. Bei den Mischpr\u00e4paraten k\u00f6nnen dann noch antibakterielle und\/oder entz\u00fcndungshemmende Mittel zugef\u00fcgt sein.<\/p>\n<p>Bei Verwendung von Ohrentropfen mit schmerzstillenden Inhaltsstoffen werden die Nervenfasern des Geh\u00f6rgangs und des Trommelfells, die Schmerz, aber auch Dehnung, registrieren, bet\u00e4ubt. Beim Tauchen kann das dazu f\u00fchren, das die Dehnung des Trommelfells beim Abtauchen nicht, oder zu sp\u00e4t bemerkt wird und es so zu einem Barotrauma des Trommelfells bis zum Trommelfellri\u00df kommen kann. Wenn die Verwendung von Ohrentropfen z.B. durch eine Geh\u00f6rgangsentz\u00fcndung zwingend n\u00f6tig ist, besteht Tauchverbot. Keinesfalls sollen solche Ohrentropfen beim Tauchen zur Vorbeugung genommen werden.<\/p>\n<p>Ebenfalls unter den Top-10 der Urlaubsapotheke sind Mittel gegen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, vor allem gegen Durchfall und Erbrechen. Wird ein Durchfall mittels Kohlekompretten bek\u00e4mpft, ist, au\u00dfer u.U. leichten Verf\u00e4rbungen der Anzugsinnenseite als Ausdruck von Therapieversagern, keine Auswirkung auf das Tauchen zu bef\u00fcrchten. Bei solchen Mitteln, die als Wirkstoff Loperamid enthalten (z.B. Imodium\u00e2 ) kann das Tauchen durch Kopfschmerzen, M\u00fcdigkeit und Schwindel beeintr\u00e4chtigt sein. Bei der Einnahme von Medikamenten gegen \u00dcbelkeit und Erbrechen mu\u00df ebenfalls mit unangenehmen Nebenwirkungen gerechnet werden, die die F\u00e4higkeit zu Tauchen einschr\u00e4nken. Diese Medikamente greifen fa\u00dft alle im zentralen Nervensystem an und k\u00f6nnen zu starker M\u00fcdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Angst und Unruhe f\u00fchren. Die meisten dieser Mittel sind zudem nicht ausreichend gegen Seekrankheit wirksam.<\/p>\n<p>Bei den gegen Seekrankheit gut wirksamen Medikamenten treten \u00e4hnliche Nebenwirkungen auf, jedoch h\u00e4ufig deutlich verst\u00e4rkt. Dadurch kann die F\u00e4higkeit zu Tauchen sehr stark beeintr\u00e4chtigt sein. Der eingangs erw\u00e4hnte Rat, Medikamente zun\u00e4chst ohne Tauchen auszuprobieren gilt hier besonders, da weder ein seekranker, noch ein stark beeintr\u00e4chtigter Taucher tauchtauglich ist. Neben den schon erw\u00e4hnten Nebenwirkungen k\u00f6nnen noch Sehst\u00f6rungen und ausgepr\u00e4gte Mundtrockenheit auftreten, bei der Verwendung von Pflastern gegen Seekrankheit zus\u00e4tzlich ein Hitzestau durch Abnahme der Schwei\u00dfproduktion und sogar Desorientiertheit. Die beschriebenen Nebenwirkungen werden durch Alkohol verst\u00e4rkt!<\/p>\n<p>Eine weitere Gruppe h\u00e4ufig benutzter Medikamente im Urlaub sind die Antihistaminika und Antiallergika. Sie werden z.B. gegen allergische Reaktionen (Heuschnupfen, Insektenstiche, Sonnenallergie u.a.m), oder aber auch gegen die Seekrankheit eingesetzt. Eine der haupts\u00e4chlichen Nebenwirkungen ist auch hier wieder starke M\u00fcdigkeit und Benommenheit, so da\u00df die Sicherheit beim Tauchen dadurch negativ beeinflu\u00dft werden kann.<\/p>\n<p>Antihistaminika gibt es au\u00dfer als Tabletten zum Einnehmen auch als Salben oder Gels. In dieser Darreichungsform werden sie z.B. gegen Insektenstiche oder Sch\u00e4digungen durch Nesselgifte benutzt. Bei \u00f6rtlich begrenzter, nicht zu gro\u00dffl\u00e4chiger \u00e4u\u00dferlicher Anwendung treten die beschriebenen Nebenwirkungen nicht auf.<\/p>\n<p>Bei der Einnahme von Antibiotika kann schon die zugrunde liegende Befindlichkeitsst\u00f6rung eine Tauchpause angeraten sein lassen. Obwohl Antibiotika selbst nicht die Tauchtauglichkeit beeinflussen, k\u00f6nnen die als Nebenwirkungen relativ h\u00e4ufig auftretende \u00dcbelkeit und ein Durchfall die Freude am Tauchen mindern. Verschiedene Antibiotika k\u00f6nnen au\u00dferdem die Lichtempfindlichkeit erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Die Einnahme von starken Schmerzmedikamenten schlie\u00dft das Tauchen aus. Leichte Schmerzmedikamente, wie z.B. ASS (z.B.: Aspirin\u00e2 ) oder Paracetamol (z.B.: Ben-u-Ron\u00e2 ) sind dagegen relativ sicher. Uneinigkeit besteht unter Taucher\u00e4rzten, welchem Pr\u00e4parat Taucher den Vorzug geben sollten. Da ASS eine hemmende Wirkung auf die Blutgerinnung hat, gibt es Bef\u00fcrchtungen, da\u00df das bei Sch\u00e4digungen, wie z.B. Lungenri\u00df, zu zus\u00e4tzlichen Komplikationen f\u00fchren k\u00f6nnte. Andere empfehlen dagegen sogar die vorbeugende Einnahme von ASS gegen bestimmte Probleme der Dekompressionserkrankung. Paracetamol gilt als sicher.<\/p>\n<p>Ist der Grund der Einnahme dieser Medikamente ein Alkoholkater mit Kopfschmerzen, so besteht grunds\u00e4tzlich Tauchverbot.<\/p>\n<p>Mittel gegen Malaria waren schon h\u00e4ufiger Thema in tauchen (tauchen 1\/96, Expertenrunde tauchen 2\/97, Artikel tauchen 5\/97). Daher soll hier nur wiederholt werden, da\u00df Mefloquin (Lariam\u00e2 ) nicht von Tauchern benutzt werden sollte, da es relativ h\u00e4ufig als Nebenwirkung zu Schwindelgef\u00fchl und Benommenheit kommen kann. Statt dessen sollte die Kombination Chloroquin\/Proguanil (Paludrine\u00e2 ) gew\u00e4hlt werden.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich soll noch eine Medikamentengruppe Erw\u00e4hnung finden, die selbst von den sie regelm\u00e4\u00dfig einnehmenden Personen nicht als Medikament betrachtet wird: die Ovulationshemmer, oder im allgemeinen Sprachgebrauch schlicht \"Pille\".<\/p>\n<p>Da die Pille die Blutgerinnung insofern beeinflu\u00dft, da\u00df die Gerinnungsneigung erh\u00f6ht ist, wird vermutet, da\u00df die Pille das Risiko erh\u00f6hen kann, einen Dekompressionsunfall zu erleiden. Da aber wissenschaftliche und auch statistische Beweise zu dieser Annahme fehlen, gilt die Pille im Zusammenhang mit Tauchen (und nicht nur da!) als relativ sicher. Es besteht also keine Einschr\u00e4nkung f\u00fcr Taucherinnen.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend ist jedoch nochmals darauf hinzuweisen, da\u00df die Einnahme von Medikamenten und das Tauchen sich eigentlich gegenseitig ausschlie\u00dfen sollten. So sollte jeder Taucher im eigenen und im Interesse seiner Tauchpartner vor jeder Medikamenteneinnahme \u00fcberdenken, ob der Grund daf\u00fcr nicht zu einer Tauchpause f\u00fchren sollte. Au\u00dferdem mu\u00df erneut nachdr\u00fccklich davor gewarnt werden beim Tauchen Medikamente einzunehmen, deren Auswirkungen auf den eigenen Organismus nicht vorher bekannt sind. Die Folge k\u00f6nnten n\u00e4mlich unliebsame \u00dcberraschungen sein, die zu einem sehr abrupten und endg\u00fcltigen Ende des Tauchurlaubs f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"sow-accordion-panel\n\t\t\t\t\"\n\t\t\tdata-anchor-id=\"schwangerschaft\">\n\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-panel-header-container\" role=\"heading\" aria-level=\"2\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-panel-header\" tabindex=\"0\" role=\"button\" id=\"accordion-label-schwangerschaft\" aria-controls=\"accordion-content-schwangerschaft\" aria-expanded=\"false\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-title sow-accordion-title-icon-left\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tSchwangerschaft\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-open-close-button\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-open-button\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"sow-icon-ionicons\" data-sow-icon=\"&#xf218;\"\n\t\t \n\t\taria-hidden=\"true\"><\/span>\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-close-button\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"sow-icon-ionicons\" data-sow-icon=\"&#xf209;\"\n\t\t \n\t\taria-hidden=\"true\"><\/span>\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<div\n\t\t\t\tclass=\"sow-accordion-panel-content\"\n\t\t\t\trole=\"region\"\n\t\t\t\taria-labelledby=\"accordion-label-schwangerschaft\"\n\t\t\t\tid=\"accordion-content-schwangerschaft\"\n\t\t\t\tstyle=\"display: none;\"\t\t\t>\n\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-panel-border\">\n\t\t\t\t\t<h2>Schwangerschaft<\/h2>\n<p>Obwohl der eindeutige wissenschaftliche Nachweis \u00fcber sch\u00e4digenden Auswirkung von Tauchen w\u00e4hrend der Schwangerschaft fehlt, gilt f\u00fcr schwangere Frauen trotz der fehlenden Eindeutigkeit der bekannten Fakten die Empfehlung, nicht zu tauchen. Dieses 'Nein' begr\u00fcndet sich durch die Gewi\u00dfheit, da\u00df jede einzelne Gasblase im ungeborenen Baby viel schlimmere Auswirkungen haben kann, als viele Gasblasen in der Mutter. Au\u00dferdem w\u00e4re eine durch Tauchen w\u00e4hrend der Schwangerschaft bedingte kindliche Mi\u00dfbildung ein sehr hoher Preis f\u00fcr das Taucherlebnis. Letztlich handelt es sich bei einer Schwangerschaft ja auch nicht um einen dauerhaften Zustand, sondern um etwas zeitlich absehbar begrenztes, so da\u00df danach wieder unbeschwert getaucht werden kann. Sollte es jemand trotz des bisher Gesagten absolut nicht ohne zu Tauchen aushalten, so sollte zumindest eine maximale Tauchtiefe von 10 Metern nicht \u00fcberschritten werden. Es besteht jedoch kein Anla\u00df dazu in Panik zu geraten, wenn eine aktive Taucherin entdeckt, da\u00df sie schwanger ist. Sie sollte zwar von diesem Moment an mit dem Tauchen pausieren, es besteht jedoch kein Grund zu \u00fcbertriebener Sorge. Ebenso besteht kein Grund f\u00fcr einen Schwangerschaftsabbruch.<br \/>\nDennoch soll nochmals darauf hingewiesen sein, da\u00df auf das Tauchen in dieser Zeit ganz verzichten werden sollte.<br \/>\nDies \u00e4ndert sich auch nicht bei Verwendung anderer Gasgemisch als Luft. Auch und gerade bei der als \u2018safe-air\u2019 bezeichneten Nitrox-Mischung oder bei Verwendung des Dr\u00e4ger Atlantis Rebreather Ger\u00e4tes besteht f\u00fcr schwangere Taucherinnen keine Entwarnung! Durch Verwendung von Safe-Air\/Nitrox wird in gewissem Rahmen die Gefahr des Auftretens von Stickstoffbl\u00e4schen reduziert. Erreicht wird dies durch eine Reduktion des Stickstoffanteils und eine Vergr\u00f6\u00dferung des Sauerstoffanteiles im Gasgemisch, was eine Erh\u00f6hung des Sauerstoffteildrucks im Einatemgas zur Folge hat. Diese Effekt wird mit zunehmender Tiefe st\u00e4rker, so da\u00df schon in relativ geringer Tiefe deutlich erh\u00f6hte Sauerstoffpartialdr\u00fccke vorliegen. Genau das kann jedoch zu Sch\u00e4den beim ungeborenen Kind f\u00fchren. So k\u00f6nnen u.a. die Lungenreifung oder die Augenentwicklung beeintr\u00e4chtigt sein. Zur Verdeutlichung: In der Fr\u00fchgeborenen-Behandlung wird die Erblindung des S\u00e4uglings durch hohe Sauerstoffkonzentration in der Einatemluft zu Recht sehr gef\u00fcrchtet. Leider ist Safe-Air also f\u00fcr das Kind in Ihrem Leib nicht safe, die Empfehlung mu\u00df daher weiterhin lauten:<br \/>\n<b>Schwanger nicht Tauchen!<\/b><\/p>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"sow-accordion-panel\n\t\t\t\t\"\n\t\t\tdata-anchor-id=\"kontaktlinsen\">\n\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-panel-header-container\" role=\"heading\" aria-level=\"2\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-panel-header\" tabindex=\"0\" role=\"button\" id=\"accordion-label-kontaktlinsen\" aria-controls=\"accordion-content-kontaktlinsen\" aria-expanded=\"false\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-title sow-accordion-title-icon-left\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tKontaktlinsen\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-open-close-button\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-open-button\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"sow-icon-ionicons\" data-sow-icon=\"&#xf218;\"\n\t\t \n\t\taria-hidden=\"true\"><\/span>\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-close-button\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"sow-icon-ionicons\" data-sow-icon=\"&#xf209;\"\n\t\t \n\t\taria-hidden=\"true\"><\/span>\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<div\n\t\t\t\tclass=\"sow-accordion-panel-content\"\n\t\t\t\trole=\"region\"\n\t\t\t\taria-labelledby=\"accordion-label-kontaktlinsen\"\n\t\t\t\tid=\"accordion-content-kontaktlinsen\"\n\t\t\t\tstyle=\"display: none;\"\t\t\t>\n\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-panel-border\">\n\t\t\t\t\t<h2>Kontaktlinsen<\/h2>\n<p>Die Sch\u00f6nheit der Unterwasserwelt l\u00e4\u00dft sich nur dann wirklich genie\u00dfen, wenn man sie auch sieht. Doch dar\u00fcber hinaus tr\u00e4gt ausreichende Sehf\u00e4higkeit auch wesentlich zur Sicherheit bei. Taucher mit Sehfehlern sollten sich daher vor Reisebeginn um entsprechende Sehhilfen k\u00fcmmern. Dies kann zum Beispiel durch Einpassung von Korrekturgl\u00e4sern in die Taucherbrille erfolgen, zum anderen ist es aber auch m\u00f6glich, beim Tauchen Kontaktlinsen zu tragen.<\/p>\n<p>Hier ein paar Tips:<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst ein paar Vorbemerkungen: W\u00e4hrend des Tauchens l\u00f6st sich in allen K\u00f6rpergeweben vermehrt Stickstoff, der w\u00e4hrend des Auftauchens wieder abgegeben werden mu\u00df. Das hei\u00dft, bei nahezu allen Tauchern\/Tauchg\u00e4ngen ab einer gewissen Tiefe sind w\u00e4hrend der Auftauchphase Gasblasen im K\u00f6rper nachweisbar, doch nicht immer f\u00fchren diese auch zu Symptomen eines Deco-Unfalls.<br \/>\nDas Auftreten von Gasblasen w\u00e4hrend der Dekompression geschieht also unabh\u00e4ngig vom Einhalten von Dekostops. Solche Gasblasen k\u00f6nnen in allen K\u00f6rpergeweben und K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten auftreten, also zum Beispiel auch in der Tr\u00e4nenfl\u00fcssigkeit. F\u00fcr harte Kontaktlinsen ist nun folgender Vorgang bekannt und nachgewiesen: unter harten Kontaktlinsen kommt es zu einem raschen Austausch der Tr\u00e4nenfl\u00fcssigkeit und damit zu einer raschen Aufs\u00e4ttigung mit Stickstoff. W\u00e4hrend der Dekompression k\u00f6nnen sich nun Stickstoffbl\u00e4schen bilden und sich zwischen Linse und Hornhaut festsetzen. Diese Bl\u00e4schen \u00fcben Druck auf die Hornhaut aus und f\u00fchren so zu einem leichten Aufquellen und zu \"Riefen\" in der Hornhaut - zumindest vor\u00fcbergehend - wodurch sich die lichtbrechenden Eigenschaften \u00e4ndern: es resultiert \"Nebelsehen\". Gelegentlich bemerkt der Taucher schon w\u00e4hrend des Auftauchens ein Nebelsehen durch die Gasblasen, dieses kann jedoch auch erst eine gewisse Zeit nach dem Auftauchen auftreten oder sich verst\u00e4rken. Zu dauerhaften Sch\u00e4den kommt es in der Regel nicht. Durch besonders langsames Auftauchen und h\u00e4ufigen Lidschlag soll sich dieses Ph\u00e4nomen vermeiden lassen. Weiche Kontaktlinsen hingegen gelten in diesem Sinne gemeinhin als \"sicher\", d.h. der oben beschriebenen Mechanismus soll nicht, oder zumindest nicht in diesem Ma\u00dfe auftreten. V\u00f6llig auszuschlie\u00dfen ist er jedoch nicht, nur eben vergleichsweise unwahrscheinlich. Ein weiteres Problem stellt der m\u00f6gliche Verlust der Linsen bei z.B. Wassereinbruch in die Maske dar. Hier kann ein rasches Schlie\u00dfen der Augenlider bis auf einen schmalen Sehspalt in der Regel vor Verlust sch\u00fctzen.<\/p>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"sow-accordion-panel\n\t\t\t\t\"\n\t\t\tdata-anchor-id=\"ertrinken\">\n\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-panel-header-container\" role=\"heading\" aria-level=\"2\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-panel-header\" tabindex=\"0\" role=\"button\" id=\"accordion-label-ertrinken\" aria-controls=\"accordion-content-ertrinken\" aria-expanded=\"false\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-title sow-accordion-title-icon-left\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tErtrinken\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-open-close-button\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-open-button\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"sow-icon-ionicons\" data-sow-icon=\"&#xf218;\"\n\t\t \n\t\taria-hidden=\"true\"><\/span>\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-close-button\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"sow-icon-ionicons\" data-sow-icon=\"&#xf209;\"\n\t\t \n\t\taria-hidden=\"true\"><\/span>\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<div\n\t\t\t\tclass=\"sow-accordion-panel-content\"\n\t\t\t\trole=\"region\"\n\t\t\t\taria-labelledby=\"accordion-label-ertrinken\"\n\t\t\t\tid=\"accordion-content-ertrinken\"\n\t\t\t\tstyle=\"display: none;\"\t\t\t>\n\t\t\t\t<div class=\"sow-accordion-panel-border\">\n\t\t\t\t\t<h2>Ertrinken<\/h2>\n<p>Ertrinken kann doch kein Thema f\u00fcr Taucher sein! Taucher haben doch alles dabei, was Ertrinken unwahrscheinlich werden l\u00e4\u00dft. So haben die allermeisten Taucher ja so viel Auftrieb, da\u00df sie extra Gewichte mitnehmen m\u00fcssen, um abtauchen zu k\u00f6nnen. Bekanntlich sind diese Gewichte auch so befestigt, da\u00df sie jederzeit und bequem abgeworfen werden k\u00f6nnen, um im Notfall den Auftrieb wieder herzustellen. Zur Sicherheit kann der Auftrieb variabel gestaltet werden, daf\u00fcr gibt es Westen und Jackets. Und schlie\u00dflich f\u00fchrt jeder Taucher in seiner Pre\u00dfluftflasche einen Luftvorrat mit, der es ihm erm\u00f6glicht, unter Wasser zu atmen. Ein f\u00fcr Taucher also uninteressantes Thema, oder? Ein Blick in die Unfallstatistiken mag da zu einem Umdenken f\u00fchren: t\u00f6dliche Unf\u00e4lle beim Tauchen sind zwar selten, in der gro\u00dfen Mehrzahl aller t\u00f6dlichen Tauchunf\u00e4lle findet die gerichtsmedizinische Untersuchung jedoch Ertrinken als eine der Ursachen, die zum Tod gef\u00fchrt haben. H\u00e4ufig ist es sogar die einzige erkennbare Todesursache. Ertrinken ist also sehr wohl ein Thema f\u00fcr Taucher, ein wichtiges sogar!<\/p>\n<p>Genaugenommen geht es in diesem Artikel jedoch nicht um Ertrinken, sondern um das Beinaheertrinken. Da diese Begriffe in der Literatur leider h\u00e4ufig durcheinander laufen, ist zun\u00e4chst eine Begriffsbestimmung n\u00f6tig: Ertrinken ist ein abgeschlossener Vorgang, n\u00e4mlich der Tod durch Ersticken in Folge Untertauchens in einer Fl\u00fcssigkeit. Im Gegensatz dazu ist beim Beinaheertrinken der Ausgang des Geschehens offen, bei schneller und sachgerechter Hilfe besteht die Chance auf Rettung und damit auf das \u00dcberleben des Verunfallten. Als weitere Vorbemerkung ist n\u00f6tig zu erw\u00e4hnen, da\u00df in der Literatur traditionsgem\u00e4\u00df zwischen dem Ertrinken in Salzwasser und in S\u00fc\u00dfwasser unterschieden wird. Obwohl dies tats\u00e4chlich unterschiedliche Auswirkungen auf die dann ablaufenden Vorg\u00e4nge im K\u00f6rper hat (siehe Grafik), ist diese Unterscheidung f\u00fcr den Ersthelfer weder sinnvoll, noch hilfreich. Die Erstma\u00dfnahmen sind in beiden F\u00e4llen gleich. Aber was passiert nun beim Vorgang des (Beinahe-)Ertrinkens?<\/p>\n<p>Eine Besonderheit ist das trockene Ertrinken, bei dem der Eingangs erw\u00e4hnte Stimmritzenkrampf aus nicht bekannten Gr\u00fcnden auch nach Verlust des Bewu\u00dftseins erhalten bleibt. In diesem Fall kommt es zu keinem Einatmen von Wasser, sondern allein zum Sauerstoffmangel. Rechtzeitiges Retten und Erste-Hilfe-Ma\u00dfnahmen haben daher g\u00fcnstigere Aussicht auf Erfolg. Als Besonderheit bei Tauchern ist erw\u00e4hnenswert, da\u00df hier h\u00e4ufiger eine Bewu\u00dftlosigkeit unter Wasser zum Ertrinken f\u00fchrt (Gr\u00fcnde daf\u00fcr siehe z.B. tauchen 3\/96). Der erste Teil des beschriebenen Ablaufs fehlt daher in diesen F\u00e4llen, der weitere Verlauf ist jedoch mit dem vorher beschriebenen identisch.<\/p>\n<p>Wichtig ist schnelle Rettung! Dazu m\u00fcssen Verunfallte rasch gerettet und an die Wasseroberfl\u00e4che gebracht werden. Der Transport ans Ufer, bzw. in ein Boot mu\u00df ebenfalls schnellstm\u00f6glich erfolgen. In dieser Phase der Rettung wird gelegentlich schon die Beatmung w\u00e4hrend des Transportes im Wasser empfohlen, was hier nur der Vollst\u00e4ndigkeit halber aufgef\u00fchrt wird. Der Nutzen dieser Ma\u00dfnahme ist jedoch sehr fraglich. Im Vordergrund mu\u00df in jedem Falle der Transport dorthin stehen, wo weiterf\u00fchrende Ma\u00dfnahmen mit gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Effektivit\u00e4t durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen (Land oder Boot). Falls n\u00f6tig, mu\u00df dort schnellstm\u00f6glich mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen werden. Idealerweise sollte die Beatmung mit erh\u00f6htem Sauerstoffanteil in der Einatemluft (m\u00f6glichst 100% Sauerstoff) durchgef\u00fchrt werden, da, wie oben erw\u00e4hnt, die f\u00fcr den Gasaustausch zur Verf\u00fcgung stehende Fl\u00e4che in der Lunge durch das eingedrungene Wasser vermindert ist.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund m\u00fcssen auch spontan atmende Verunfallte Sauerstoff (m\u00f6glichst 100%), oder zumindest mit Sauerstoff angereicherte Luft atmen. Au\u00dferdem m\u00fcssen diese Geretteten st\u00e4ndig \u00fcberwacht werden, da sich ihr Zustand jederzeit und pl\u00f6tzlich verschlechtern kann. Keinesfalls soll jedoch Zeit mit dem Versuch vergeudet werden, Wasser aus der Lunge des Verunfallten zu entfernen. Dies ist nicht nur unn\u00f6tig, es verz\u00f6gert auch den Beginn der effektiven Ma\u00dfnahmen und schadet daher eher! Neben einer guten Erstversorgung mu\u00df f\u00fcr einen raschen Transport in ein Krankenhaus gesorgt werden. Wieder gilt dies sowohl f\u00fcr Verunfallte, bei denen Herz-Lungen-Wiederbelebung notwendig war, als auch bei denen, die spontan atmend, evtl. sogar bei Bewu\u00dftsein, geborgen werden konnten. In jedem Falle ist die \u00dcberwachung auf einer Intensivstation n\u00f6tig, da es, wegen der bestehenden Lungensch\u00e4digung, noch Stunden bis Tage nach dem Ereignis zu einer pl\u00f6tzlichen Verschlechterung des Zustandes kommen kann (sogenanntes sekund\u00e4res Ertrinken).\u00a0 Das Thema Ertrinken\/Beinaheertrinken ist also f\u00fcr jeden Taucher von Bedeutung. Die Erste-Hilfe-Ma\u00dfnahmen zu kennen ist ebenso wichtig, wie die Kenntnis der Erstma\u00dfnahmen zum Beispiel bei einem Dekompressionsunfall. Und ebenso, wie beim Deko-Unfall sind die Grundpfeiler einer erfolgreichen Behandlung rasches, \u00fcberlegtes Handeln, falls n\u00f6tig Herz-Lungen-Wiederbelebung und in jedem Falle die Gabe von m\u00f6glichst 100% Sauerstoff. Auch weiterhin wird Ertrinken\/Beinahe-ertrinken f\u00fcr Taucher ein Thema bleiben m\u00fcssen, doch mit steigender Zahl kompetenter Ersthelfer vielleicht kein so trauriges mehr!<\/p>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Tauchmedizin &nbsp; Das Rote Meer ist sicher eines der sch\u00f6nsten Tauchreviere der Welt. 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